Hügel der Provence

 

Du machst es dir bequem -

Du fühlst deinen Körper ganz bewußt -

Du bist jetzt ganz ruhig -

Deine Hände und Arme sind ganz schwer -

Dein Nacken und deine Schultern sind ganz schwer -

Deine Füße und Beine sind ganz schwer -

Dein ganzer Körper ist angenehm warm -

Deine Atmung ist ruhig und gleichmäßig -

Dein Gesicht ist ganz entspannt und gelöst -

Dein Kopf ist frei und leicht -

 

Stell dir vor,

du befindest dich am Fuße eines Hügels in der Provence - -

Es ist Sommer -

Die Sonne scheint warm auf dich herab - -

Um dich herum hörst du die Zikaden zirpen -

In deiner Nähe blühen Lavendelsträucher -

Ihr Duft weht zu dir herüber -

Am Fuße des Hügels ist ein kleines Pinienwäldchen - -

Du gehst zwischen den Pinien hindurch

und atmest den süßen, harzigen Duft der Pinien ein - -

Die Pinien lichten sich,

und du beginnst, den Hügel hinaufzusteigen - -

Du folgst einem kleinen Pfad,

der dich durch gelb blühende Ginsterbüsche führt - -

Aus den Ginsterbüschen steigt schwere, warme Luft empor - -

Du atmest sie tief ein - -

Sie ist schwer und süß - -

Du gehst den Pfad weiter entlang,

den Hügel hinauf - -

Nur einige Schritte von dir entfernt

siehst du eine steinerne Bank,

die sich an den Hügel anschmiegt - -

Sie ist halb überwuchert

von Gras und blauen Lilien - -

Du gehst die wenigen Schritte zu der Bank - -

Du setzt dich auf die Bank und schließt die Augen - -

Du spürst die Sonne auf deinem Gesicht

und auf deinen geschlossenen Augenlidern - - -

Du atmest die warme Luft ein - - -

Du hörst überall die Zikaden zirpen - - -

So sitzt du eine Zeitlang und genießt die Sonne - - -

Dann öffnest du die Augen -

Du siehst das Pinienwäldchen vor dir - -

Du erhebst dich und gehst den Hügel weiter hinauf -

Du suchst dir deinen Weg

zwischen den kleinen, hellen Steinen

und den niedrigen Kräutern -

Der Hügel wird immer steiniger und karger -

Du riechst den Duft des wilden Rosmarins und Thymians,

der am Boden wächst

Du atmest ihn tief ein - -

Du kletterst den Hügel weiter empor -

Der Weg wird immer steiler -

Dann bist du endlich oben - -

Du drehst dich in die Richtung,

aus der du gekommen bist -

und siehst in der Ferne

das Meer - - -

So bleibst du lange stehen - -

Du siehst das Meer -

und träumst vor dich hin - - -

Du atmest nun tief durch -

Du reckst die Arme -

Und streckst und räkelst dich

wie eine Katze -

Du öffnest langsam die Augen -

Du gewöhnst dich an das helle Licht

und findest dich wieder im Raum zurecht.

 

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